Mein Zeugnis

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Mein Zeugnis beginnt mit meiner Kindheit oder besser gesagt, mit meinen Eltern.
Meine Mutter wurde streng katholisch erzogen und die Familie von meinem Vater
war stark in der evangelischen Kirche engagiert.
Also wurden mein Zwillingsbruder und ich mit dem Wissen erzogen, dass Jesus,
der Sohn Gottes, für uns am Kreuz gestorben ist, um uns von unseren Sünden zu
befreien und wir in Gemeinschaft mit Ihm leben können. Nur mit unterschiedlichen Schwerpunkten im Gesamten haben mein Bruder
und ich die Kirche mit unserer Mutter besucht, doch der Sonntag war vor allem ein
Familientag. Getauft wurde ich als Baby in der katholischen Kirche, mit dem Taufspruch:
Du bist gesegnet, um selbst ein Segen zu sein.
Doch weiter im Glauben ging es, als mein Bruder und ich 11 Jahre alt waren.
Als meine Familie in den Süden zog, wurden meine Eltern in eine freie
evangelische Pfingstgemeinde eingeladen und diese wurde für mehrere Jahre
unsere spirituelle Heimat und mein Bruder und ich besuchten die Royal Rangers.
Auch wenn ich erst 12 war, fragten meine Eltern mich, ob ich mich taufen lassen
möchte, um meine Verbindung zu Jesus offiziell zu bekennen. Heute weiß ich, dass
Taufe noch viel mehr ist, doch meine Bekennung zu Jesus Christus bleibt bestehen.
Allerdings gibt es wie so oft im Leben nicht nur Schönes.
Wo Menschen zusammenkommen, entstehen wunderbare Möglichkeiten
und Begegnungen, doch auch Missverständnisse und Enttäuschung.
Durch Letztere wurden meine Eltern und gute Freunde aus der Gemeinde getrieben.
Mein Bruder und ich blieben in den Pfadfindern aktiv, doch wechselten die Gemeinde.

Meine Mutter starb als ich 16 Jahre alt war an Lungenkrebs und jeder meiner nun
drei Köpfe großen Männer-Familie ging mit dem Tod anders um.
Doch näher an Gott hat es keinen von uns gebracht.
Mein Taufspruch bestätigte sich zwar hin und wieder, indem ich zur richtigen Zeit am
richtigen Ort war, um Menschen zu helfen und ich war Mitglied in einer Jugend-
Worship-Band, doch das hielt nicht lange an. Durch eine weitere Enttäuschung von
Leitern in einer Gemeinde wurde ich weiter von Gott gezogen und kehrte Ihm den
Rücken zu.
Ich vergaß nie, wer Er ist und wusste, dass Er mich liebt, allerdings wollte ich nichts
von Ihm wissen und war enttäuscht.

Jahre später durfte ich meine Frau kennen lernen und sie brachte mich auf das
Zurufen unseres Pastors Nick nach unserer Verlobung das erste Mal mit in unsere
Gemeinde in Hamburg (LCG).
Bis dahin hatte ich den Glauben von Rihana mehr toleriert als mit ihr gelebt und ich
hatte auch damit zu kämpfen, über Glaubensthemen zu sprechen. Doch wusste ich,
dass Gott mich zu Seinem richtigen Zeitpunkt wieder zu sich hinwenden lassen
würde.

Im Dezember 2023 starb einer der Ältesten der Gemeinde und unser Pastor
verkündete dies im Gottesdienst zusammen mit den nächsten Terminen zur
Trauerfeier und Beisetzung dieses Menschen, den Rihana und ich nie
kennengelernt hatten.
Doch aus irgendeinem Grund ergriff mich der Tod und die Art, wie die Gemeinde
damit umging tief und wir besuchten jeden Termin, um unser Mitgefühl und unsere
Unterstützung der Familie und Freunde zu bieten.
Wir wurden herzlichst empfangen und mit Liebe begrüßt, welche ich zu so einer Zeit
nicht erwartete. Zusätzlich erfuhr ich dann auf der Trauerfeier, dass dieser Mann
nicht nur eine Witwe hinterlässt, sondern auch eine 16 Jahre alte Tochter.
Hier schloss sich der Kreis für mich und ich erkannte meinen Gott, der in mir wirkte,
um mich zu Ihm zu holen. Dies war das erste Mal, dass ich regelmäßig im Gottesdienst war
und Gespräche über den Glauben führen konnte, ohne dass es mich anstrengte. Es
dauerte zwar noch einige Wochen, bis ich Seinen Namen in Anbetung rufen konnte,
doch ich stehe so stark im Glauben wie noch nie zuvor.

Ich hatte viele Gespräche mit wunderbaren Menschen und durfte mit dem Wissen
aufwachsen, das mich hat prüfen lassen, ob ich meinen Gott anbete meiner Frau zu
liebe oder aus eigenem Willen.
Ich kann mit Sicherheit sagen, dass Rihana mich zwar in die Gemeinde gebracht hat,
doch Gott mich wieder zu Ihm und ich Ihm dafür unendlich dankbar bin.
Seit dieser Zeit sind mehr Wunder geschehen, als ich jemals erlebt hatte, ich darf Ihm dienen, Er wirkt durch mich und ich weiß, dass er Großes mit uns vorhat.

Denn Sein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen